27.02.2016
Damen: Bezirksoberliga Ostbayern

HC Forchheim - HG Amberg 26:23 (12:13)
 
Bisher war die HG Amberg die einzige Mannschaft der Liga, die dem HC Forchheim zwei Punkte abnehmen konnte. Das Hinspiel entschieden die Oberpfälzerinnen mit einem knappen 24:23 für sich. Der HC musste am vergangenen Samstag verletzungsbedingt wieder auf drei Stammspielerinnen verzichten, was natürlich keine ideale Voraussetzung war, um die Punkte diesmal in Forchheim zu lassen.
Die Damen aus Forchheim starteten engagiert in die Partie, zumindest im Abwehrverhalten machten sie es den Ambergerinnen schwer. Deren lange Angriffe kosteten dem HC Kraft und Konzentration und schließlich schafften es die HGlerinnen, den Ball im Forchheimer Tor unterzubringen (1:2).  Im Angriff agierten die Forchheimerinnen zu ungeduldig und vergaben zu leichtfertig die Bälle, entweder scheiterten sie an der Gästetorfrau oder verursachten technische Fehler; Amberg konnte die Führung auf 2:4 ausbauen. Im weiteren Verlauf schaffte der HC durch sein druckvolles Spiel stets die Defensive der Ambergerinnen zu durchbrechen, doch häufig fehlte die letzte Konsequenz, den Ball ins Tor zu nageln, Forchheim konnte den Abstand nicht verkürzen (2:5; 3:6; 5:8). Die vergebenen Siebenmeter oder auch vertane hundertprozentige Chancen durch einen Gegenstoß brachten die HClerinnen immer mehr ins Hintertreffen (5:9). Doch wie man die Mädels aus Forchheim kennt, geben sie sich nicht auf und lassen nicht die Köpfe hängen. Der HC verkürzte auf 7:9. Amberg roch seine Chance in diesem Spiel, gab auch nicht auf und legte wieder zwei Tore drauf (7:11). Die Damen von Thomas Ihrke kämpften weiter und verkürzten wieder auf 10:11. Forchheim hatte den Ausgleich schon fast in der Tasche, als sich wieder die Torhüterin aus Amberg auszeichnete, stattdessen netzte Amberg ein (10:12). Bis zur Halbzeitpause konnten die Forchheimerinnen wieder auf ein Tor herankommen (12:13).
Die Pausenansprache von Coach Ihrke fiel knapp aus, nach wenigen Minuten war die Aufgabe klar, Amberg ist schlagbar, wenn der HC Forchheim konzentriert in der Abwehr steht und im Spiel nach vorne weniger Fehler fabriziert. Die HC-Damen beendeten mit einem Torerfolg den ersten Angriff der zweiten Hälfte, schafften es aber nicht, den Gästeangriff zu unterbinden (13:14). Erneut gelang dem HC der Ausgleich und im Anschluss wieder die Führung für Amberg. Fehler schlichen sich wieder in das Forchheimer Spiel, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, Amberg baute die Führung wieder aus (15:17; 15:19). Ihrke zog die Auszeit, um seinen Damen erneut die Anweisungen, defensiv zu stehen und im Angriff Tempo zu machen, zu geben. Vier Tore der HClerinnen in Folge brachten den Ausgleich, hinzu kam, dass nun die HC-Defensive endlich kompakt stand und Torfrau Katha Heid ein ums andere Mal parieren konnte. Die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen und erreichten wenige Minuten vor Spielende wieder eine zwei-Tore-Führung (20:22). Doch Forchheim war nun im Flow, legte drei Tore nach und schaffte die langersehnte Führung (23:22). Der Gast glich nochmal aus, aber der HC war in der Offensive nun nicht mehr zu stoppen (24:23). Als dann auch noch Katha Heid den Wurf der Amberger über die Forchheimer Abwehr halten konnte, war der Sack schon fast zu. Im Anschluss an die Parade lud Amberg durch eine offensive Manndeckung die Forchheimer ein, 25:23 in Führung zu gehen. Der letzte Angriff der Gäste blieb erfolglos, sodass Forchheim in der zweite Welle noch einmal einnetzen konnte (26:23).  Der Tabellenführer konnte die Begegnung für sich entscheiden, auch wenn er in vielen Phasen des Spiels nicht überzeugen konnte. Jedoch zeichnet eine Spitzenmannschaft aus, dass sie nie aufgibt und sie es immer wieder schafft, sich auf ihre Stärken zu besinnen. Nächste Woche kann der HC dies beim Derby gegen den SV Buckenhofen unter Beweis stellen.
Es Spielten: Heid; H. Nemeth (4), Vesely (2/2), Sokol, Gößwein (1), Walz, Molls (7/3), Dachwald, Kieser (4), Irnstorfer (2), Kohnen (4), Sauer (2)

lv