TV Altdorf - HC Forchheim 30:26

Keine Auswärtspunkte aus dem Nürnberger Land

Die positive Nachricht zu diesem Spieltag war zweifellos die von der Rückkehr von Matze Müller als Torhüter. Nach der letzten Saison hatte er seine Handballschuhe bereits an den Nagel gehängt. Doch eine Änderung im Studium ermöglicht ihm jetzt die Rückkehr als Aktiver in die Halle. Ohne Frage eine echte Verstärkung für den HC, von der auch die beiden Torwarttalente Weber und Farra profitieren werden. Ansonsten fiel Achim Kist krankheitsbedingt aus und auch Marco Rost, Christoph Sauer und Moritz Distler standen nicht zur Verfügung. Das schränkte die Möglichkeiten der Trainer von Anfang an ein und trug vermutlich auch seinen Teil zu der Niederlage bei.
Aber der Reihe nach: Der HC fand nur schwer ins Spiel, schon nach einer Minute führte der TV mit 2:0. Und nach zehn Minuten leuchtet ein Spielstand von 7:2 auf der Anzeigetafel. Es waren schon in dieser Phase zu viele einfache Ballverluste, die vom Gastgeber konsequent bestraft wurden. Mangelnden Kampfgeist konnte man dem HC allerdings nicht vorwerfen. Es gelang den Forchheimern, sich bis zum Halbzeitpfiff wieder auf ein Tor heranzukämpfen (15:14). Dabei kassierte Rückraumschütze Philipp Opitz aber leider bei einem Schlag ins Gesicht nicht nur eine blutige Lippe, sondern auch einen heftigen Brummschädel. Das beeinträchtigte ihn in der Folge nicht nur massiv, es wurde nach dem Spiel leider eine Gehirnerschütterung festgestellt.
Hochmotiviert kamen die Flippers aus der Kabine, und für einen Moment sah es auch so aus, als ob sie das Spiel zu ihren Gunsten drehen könnten (16:16, 32. Minute). Aber dann schlich sich wieder der Fehlerteufel ein und in der 40. Minute führten die Gastgeber erneut mit vier Treffern (22:18). Die Forchheimer steckten nie auf und schnupperten drei Minuten vor Abpfiff bei 28:26 nochmal am Auswärtspunkt. Doch Altdorf behielt mit 30:26 die Oberhand. Es gibt solche Tage, an denen es einfach nicht laufen will. Da sind dann zehn "unforced errors", die alle zu Gegentoren geführt haben, einfach zuviel des Schlechten. Dazu gesellt sich dann Verletzungspech, eine Strafwurfquote von 50%, und das nötige Quentchen Glück will sich bei diversen Abprallern und Pfostentreffern auch nicht einstellen. Um einen Punkt zu holen, reichte auch ein gelungenes Comeback von Torwart Müller nicht aus. Die Gastgeber mussten für ihren Sieg nicht in die große Handballtrickkiste greifen, sie kamen mit einfachen Mitteln zum Erfolg. Die Zuschauer, die es mit dem HC hielten, hatten irgendwie den Eindruck, ihre Mannschaft hätte sich deutlich unter Wert verkauft.
Die Herbstferien geben jetzt etwas Zeit zum Wundenlecken. Aber dann steht das Derby in Niederlindach an und wenn man dort erfolgreicher abschneiden will, sollten dann alle Spieler wieder mindestens Normalform erreichen...

HC Forchheim: Matthias Müller, Simon Weber; Yannik Schulz (6), Andi Mückusch (4/1), Tobias Distler (3), Tobias Radina (6), Felix Engel (1), Philipp Opitz (2), Michael Klingert, Alexander Stöckl (3), Christoph Mach (1/1). te