Damen - Vorbericht

Damen: Rückblick / Vorschau Saison 20/21

Corona „rettete" die Saison

Für den zweiten Anlauf in der Landesliga hatte man an vielen Schrauben gedreht. Zum einen wurde mit Alexander Kunik (Co-Trainer) und Jens Schüler (Torwart-Trainer / Physio) das Trainerteam um Thomas Ihrke erweitert. Zum anderen konnte das erfolgreiche Aufstiegsteam weiter verstärkt werden. Als echte Neuzugänge konnte man Carmen Essl aus Niederlindach, Marie Bastian aus dem Handball-Internat Bensheim sowie Theresa Schreyer aus Neustadt begrüßen. Während der Saison stieß noch Cecilia Stierstorfer aus Stadeln hinzu. Darüber hinaus konnte man Mona Sokol reaktivieren sowie auf Anna Jungbauer aus der Jugend setzen. Alles in allem sah man sich für die Saison gut gewappnet.

Der Saison-Start verlief mit 5:3 Punkten nach vier Partien als Aufsteiger sehr erfreulich und hätte Rückenwind geben sollen. Vor allem das bei Post SV erkämpfte Remis, wo man sich nach 45 Minuten schon auf der sicheren Verliererstraße wähnte, hätte hierzu beitragen können. Allerdings zeichnete sich neben teils guten Heimauftritten – 20:19 gegen Obertraubling, 24:24 gegen das Top-Team von ESV Regensburg II und die nur Ein-Tor-Niederlage gegen den weiteren Aufstiegsfavoriten HSG Mainfranken – auch eine eklatante Auswärtsschwäche ab. In fremder Halle konnte man kaum überzeugen. Tiefpunkt hierbei waren die hohen Niederlagen beim FCN mit 11:23, der Sieben-Tore-Niederlage in Marktsteft und zu Jahresbeginn mit neun Toren in Sulzbach. Aus dieser letztgenannten Partie fuhr man zu allem Überfluss auch noch mit drei Verletzten nach Haus, dabei beide Stammtorhüterinnen langfristig und Melina Rothenbücher für mehrere Wochen. Länger fehlte ja bereits schon Theresa Schreyer mit einem Kreuzbandriss.
Als glücklichen Umstand konnte man sicherlich die kurzfristige Verpflichtung von Cecilia Stierstorfer aus Stadeln bezeichnen, die sogar sofort spielberichtigt war und die entstandene Lücke im Tor sofort schließen konnte. Diese konnte leider auch nicht die krachende Niederlage (24:31) beim Tabellenletzten Wendelstein verhindern. Mitten im Abstiegskampf angekommen, flackerte nur noch einmal Hoffnung auf, als man zuhause Pleichach mit 2 Toren bezwingen konnte. Die nachfolgenden vier Partien gingen chancenlos verloren, vor allem das vor Corona-Saisonabbruch verlorene Heimspiel gegen den FCN (19:23) war ernüchternd. Rechnerisch wäre noch alles möglich gewesen, man hätte aber sicherlich von den letzten sieben Partien nahezu fünf gewinnen müssen, dabei viermal auswärts.

Fazit/Aussicht:
Wer hätte gedacht, dass Corona auch etwas „Gutes" bewirken kann. Aufgrund des Saisonabbruchs und der Nichtabstiegsregelung bekommt man eine dritte Chance auf die Landesliga. Trotz der handballerisch ausbleibenden Erfolge ist die Mannschaft samt Trainerteam trotzdem ruhig geblieben und die Stimmung war zu jeder Zeit gut. Eine Weiterentwicklung hat dennoch stattgefunden, auch wenn Sie auf dem Papier nicht zu sehen war. Die aus der Saisonanalyse erarbeiteten Punkte werden nun mit einem veränderten Kader – Marie Bastian verlässt den Verein nach nur einer Saison in Richtung Bayreuth, Eva Zettelmeier und Mona Sokol laborieren an langfristigen Verletzungen, sowie die werdenden Mütter Linda Gärtner, Christina Heilmann und Pia Siebenhaar fallen noch aus – in der Vorbereitung in Angriff genommen, um den dann dritten Anlauf erfolgreich zu gestalten. Neu zum Team hinzu gestoßen sind Sophia Engelhardt und Kathrin Jäger.
Dies wird nach der abgebrochenen Saison nicht leichter, denn es wird einen verschärften Abstieg in den Landesligen geben. Die genaue Zahl der Absteiger steht noch nicht fest, es können jedoch bis zu sieben Kandidaten sein. In der wahrscheinlich noch ausgeglicheneren Liga gilt es dann, Spieltag für Spieltag alles in die Waagschale zu werfen, um am Ende als Sieger das Spielfeld verlassen zu können. Denn eine ausgeglichene Liga bedeutet auch, dass es in jedem Spiel eine neue Chance gibt zu gewinnen.
Das Trainerteam wird trotz der widrigen Umstände in der Vorbereitung - in Forchheim standen erst im August Hallen zur Verfügung, während in der Umgebung bereits seit Juni wieder in den Hallen trainiert werden konnte - alles daran setzen, die Mannschaft so gut es geht auf die Runde vorzubereiten. Auch wenn das Team zu Beginn der Saison gerade im Rückraum dünn besetzt ist, hofft man auf einen erfolgreichen Start am 3.Oktober gegen Sulzbach-Rosenberg. Mut für den weiteren Verlauf der Runde sollten die beiden nach Verletzungen zurückkehrenden Spielerinnen Sabrina Molls und Theresa Schreyer machen. Letztere befindet sich nach einem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison im Aufbautraining und wird hoffentlich noch in diesem Jahr wieder aktiv ins Geschehen eingreifen können.
Spielerinnen und Trainerteam hoffen auf eine spannende, erfolgreiche und zu guter Letzt auch verletzungsfreie Saison, in der die Forchheimer Fans die Mannschaft hoffentlich wieder zahlreich unterstützen. ak/ti

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