HC Forchheim - HC Erlangen 22:29

Zu ungewohnter Zeit am Montagabend fand die Achtelfinalpartie des Molten-Cups gegen den Bayernligisten HC Erlangen statt. Hierfür sind alle Bayern und Landesligisten automatisch qualifiziert. Beide Mannschaften befinden sich mitten in der Vorbereitung. Daher bot diese Partie, in der Erlangen der klare Favorit war, die Möglichkeit, einiges auszuprobieren und die Neuzugänge weiter zu integrieren.

Beide Mannschaften starteten konzentriert in die Partie und so entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Forchheimerinnen fast über die gesamte erste Halbzeit in Führung lagen. Auch ein nahezu kompletter Wechsel nach ca. 15 Minuten brachte keinen Bruch ins Spiel der Hausherrinnen. In den letzten vier Minuten vor der Pause häuften sich die Fehler. Erlangen wusste dies zu nutzen und ging mit einer 15:13-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel konnte sich Erlangen allmählich weiter absetzen. Der Rückstand vergrößerte sich allerdings vornehmlich durch eigene Fehler im Angriff. Immer wieder schwächten sich die HC-Damen durch ungenaues Passspiel, überhastete Abschlüsse und einfache technische Fehler selbst. Dadurch wurde Erlangen immer wieder zu Tempogegenstößen eingeladen, die zumeist sicher verwandelt wurden. Die Forchheimerinnen schafften es bis Spielende nicht, etwas mehr Ruhe in die Angriffsbemühungen zu bekommen. Somit ging das Spiel mit 29:22 an den HC Erlangen. Leider wurde es versäumt, ein besseres Ergebnis zu erreichen, welches aufgrund der in der Abwehr und im Tor gezeigten Leistung durchaus möglich gewesen wäre.
Dass zu diesem Zeitpunkt in der Vorbereitung noch nicht alles funktioniert und auch die Neuzugänge spielerisch noch nicht zu 100 Prozent integriert sind, ist normal. Dieses Spiel hat zum einen aufgezeigt, dass noch einiges an Arbeit ansteht. Denn in der Punkterunde darf man sich diese Menge an technischen Fehlern nicht erlauben. Zum anderen aber blitzte auch immer wieder das Potenzial der Mannschaft auf, die insgesamt über eine andere Durchschlagskraft aus dem Rückraum verfügt, als bei ihrem letzten Landesligaauftritt in der Saison 2015/2016. Auch die Ausgeglichenheit im Kader macht Mut für die im September beginnende Runde. Bis dahin allerdings gilt, es aus den Fehlern dieses Spiels zu lernen und weiter hart zu trainieren.

HC: Heid, Siebenhaar - H. Nemeth (5), T. Nemeth (1), Gareis, Gärtner (1), Bastian (3), Heilmann, Molls (3/1), Schmitt (1), Rothenbücher (2), Irnstorfer (2), Hoffmann (1), Essl (3)