HC Forchheim - HC Weiden 33:29

Flippers zittern sich gegen Weiden zum Klassenerhalt

Die Vorzeichen am letzten Spieltag waren klar. Nachdem Nabburg/Schwarzenfeld durch die Niederlage gegen Naabtal den Klassenerhalt verspielt hatte, ging es für den HC darum, nicht auf Platz 9 abzurutschen. Bedingt durch die aktuelle Konstellation in der Landesliga birgt dieser Platz ebenfalls ein hohes Abstiegsrisiko. Dafür musste nicht nur gegen den Tabellenletzten aus Weiden unbedingt ein Sieg her, man war auch auf die Schützenhilfe der SG Regensburg angewiesen, die die TS Herzogenaurach zu Gast hatten. Der HC hatte gerade gegen die Schuhstädter in seinem schlechtesten Saisonspiel nicht nur verloren, sondern auch den bei Punktgleichheit so wichtigen direkten Vergleich aus beiden Spielen leichtfertig hergeschenkt. Die Schuhstädter durften daher in Regensburg nicht gewinnen, mit 15 Punkten hätten sie zum HC aufgeschlossen und wegen des besagten Vergleichs in der Tabelle überholt.
Der Gegner aus Weiden hatte aus der gesamten Saison nur einen Sieg zu Buche stehen und musste sein letztes Spiel mit reduziertem Kader angehen. Um es vorwegzunehmen, die Oberpfälzer lieferten bis zur letzten Minute eine gute und engagierte Leistung ab, das war aller Ehren wert. Die Forchheimer Trainer mussten auf Colm Thiel und Yannik Schulz verzichten. Dafür wurde Tobias Hallman reaktiviert und auch Torwart Matthias Müller stand trotz Trainingsrückstand im Kader. Den Flippers merkte man die Anspannung an, sie war in der Halle für jeden geradezu körperlich spürbar. Eine 3:1 Führung konnte vom Gast egalisiert werden (5:5, 12. Minute), aber dann erspielte sich Forchheim einen einigermaßen komfortablen Vorsprung (9:5), der in dieser Größenordnung auch bis zur Halbzeit Bestand hatte (16:13). Von einer souveränen Führung wollte auf der gut gefüllten Tribüne aber niemand sprechen, zu verkrampft und nervös wirkten die Aktionen der Gastgeber. Technische Fehler und auch etwas Pech im Abschluss zogen sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Daran änderte sich auch der zweiten Halbzeit nichts. Ständig in Führung liegend (51. Minute, 30:24), schafften es die Flippers nie, ihre Nervosität abzulegen. Das Trainergespann hatte seine Stimme längst eingebüßt, als die Schiedsrichter endlich abpfiffen. Der 33:29-Pflichtsieg wurde von allen bejubelt, wenn auch etwas verhalten. Erst als eine halbe Stunde später auch die Herzogenauracher Niederlage bekannt wurde, konnte die Mannschaft Platz 8 und damit den eigenen Klassenerhalt, aber vor allem den Titel der Damen gebührend feiern.

HC Forchheim:
Jerome Farra, Simon Weber, Matthias Müller; Nico Biermann, Tobias Distler (3), Julian Weber, Tobias Hallmann (3), Felix Engel (3), Philipp Opitz (8), Michael Klingert, Alexander Stöckl (2), Marco Rost (9/3), Christoph Mach (5), Christoph Sauer.

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