HC Forchheim II – TS Herzogenaurach II 37:28

Sieg den Vorzeichen zum Trotz

Nach drei, teils unnötigen, Niederlagen in Folge wollte die Reserve des HC Forchheim einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und den direkten Konkurrenten aus Herzogenaurach vor heimischem Publikum schlagen. Wie zuletzt häufiger mussten einige Rückschläge in der Kaderplanung hingenommen werden. Insgesamt fehlten sechs Stammspieler und weitere Akteure waren aufgrund von Krankheit oder Doppeleinsatz angeschlagen in die Partie gegangen. So musste tief in die Trickkiste gegriffen werden. In dieser fand man Routinier Stephan Sauer, der in der Woche zuvor bei der AH „Blut geleckt" hatte, und Spielertrainer Daniel Sauer gab sein Debüt auf der ungewohnten rechten Rückraumseite.
Auch die Gäste schienen nicht in Bestbesetzung zu diesem wichtigen Spiel anzutreten und so zeigten sich in den ersten Minuten einige technische Fehler auf beiden Seiten. Forchheim fand schneller in die Spur und konnte so gleich vorlegen. Die Schuhstädter ließen sich zunächst aber nicht abschütteln und konnten die Ein- bis Zwei-Tore-Rückstände schnell wieder egalisieren, schafften es jedoch über die gesamte Spieldauer nicht, in Führung zu gehen. Beide Mannschaften zeichneten sich insbesondere in der ersten Halbzeit durch eine sehr ausgewogene Leistung der Torschützen aus, keiner der Akteure konnte wirklich herausstechen. Dies änderte sich, als Felix Zirngibl kurz vor Ende der ersten Hälfte zu seiner Wurfform fand, dem ersten Tor in der 24. Minute sollten an diesem Abend noch acht weitere folgen. Bis zum Seitenwechsel war das Spiel noch relativ ausgeglichen (17:15).
Auf Seiten der Königsstädter wurde der Pausentee hauptsächlich zur Regeneration genutzt, da man, abgesehen von Kleinigkeiten, mit der Leistung durchaus zufrieden war. Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten jedoch die Gäste, die nach sieben Minuten ausgleichen konnten (20:20, 37.). Danach aber kam auch die Struktur der Hausherren zurück und die Führung konnte erneut ausgebaut werden. Ein 4:0-Lauf schien den Willen der Turnerschaft endgültig zu brechen, die von da an dem schnellen Vorwärtsdrängen und gekonntem Umschaltspiel des HC nicht mehr folgen konnten. Nutznießer war hauptsächlich der wieselflinke Zirngibl auf Rechtsaußen, der seinem Gegenspieler ein ums andere Mal davonlief. In einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte sich jeder Feldspieler in die Torschützenliste eintragen und somit die schlechten Vorzeichen egalisieren.
Der Nichtabstieg ist nach dem Sieg nun rechnerisch fast erreicht und kann gegen Mitaufsteiger Röthenbach klar gemacht werden.
HC II: Kraus, Neubauer – St. Sauer (1), Lammel (3/1), Stöckl (2), Hallmann (6), Neuhann (5/1), Zirngibl (9), Metzger (3), Kowalsky (3), D. Sauer (3), Bastian (2). ds