HC Forchheim - TV Erlangen-Bruck III 30:28

HC Forchheim gewinnt Nachholderby

Die normale Trainingszeit wurde für das Nachholspiel gegen den TV Erlangen-Bruck genutzt. Die Forchheimer Handballer waren also zur gewohnten Zeit in ihrer Halle. Erfreulicherweise fanden sich zu dieser ungewohnten Zeit auch ein paar Zuschauer in der Realschule ein. Nach einem freundlichen Abklatschen mit vielen bekannten Gesichtern ging es schnell zur Sache. Es entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spielchen. Die Forchheimer konnten immer wieder durch schnelles Umschaltspiel zu leichten Toren kommen, die Brucker hingegen schafften es im Positionsspiel immer wieder, den Abwehrverband der Flippers auseinander zu ziehen und über die starke Rückraumachse Eskofier, Schmauz und Hecht Tore zu erzielen. In der ersten Halbzeit konnte sich aber keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Mit 15:16 ging man in die Pause.
Die Marschroute der Forchheimer Trainer war klar: „Wir müssen bis zur 50 Minuten mithalten, dann sind wir die fittere Mannschaft." Doch dieser Plan ging zunächst keineswegs auf. Die Gäste aus Erlangen kamen frischer aus der Pause. Einfache Fehler der Forchheimer wurden durch Gegenstoß-Tore konsequent bestraft. So setzten sich die Gäste schnell mit sieben Toren auf 15:22 ab. Das Trainergespann reagierte und nahm eine Auszeit, um den Lauf des Gegner zu unterbrechen. Mit der Einwechslung des A-Jugendlichen Nico Biermann kam der erhoffte Umbruch. „Anscheinend musste der Junge den Alten erstmal wieder zeigen, wie man Druck auf die Abwehr macht", so Coach Gieck etwas schmunzelnd nach dem Spiel. Die Forchheimer holten Tor um Tor auf und in der 52. Minute war der Pausenrückstand wiederhergestellt. Die Flippers waren also wieder voll im Matchplan. Der letzte Rückstand aus Forchheimer Sicht wurde in der 54. Minute egalisiert (26:26). Das wohl schönste Tor gelang Yannick Schulz in der 59. Minute zum 29:28 als er einen Gegenstoßpass als Kempa dem Torhüter locker über den Kopf legte. Im letzten Angriff mobilisierten die Brucker nochmals ihre letzten Kräfte und holten einen 7-Meter heraus. Christian Fürch scheiterte aber 18 Sekunden vor Schluss am Forchheimer Torhüter Matthias Müller. Die offene Deckung nutzte Philipp Opitz, der mit 10 Toren eine starke Leistung zeigte, zum Endstand von 30:28.
Die Trainer resümierten nach dem Spiel unisono: „Die Mannschaft hat trotz einer verheerenden Schwächephase nie aufgehört an sich zu glauben und immer weitergekämpft . Der Sieg war, auch nach der knappen Hinspiel-Niederlage, mehr als verdient."
Am nächsten Samstag geht es nach Schwarzenfeld, dort heißt es weiter Punkte zu sammeln, um sich im Mittelfeld der Tabelle zu etablieren.

Müller, S. Weber; Schulz (7), Biermann, J. Weber, Engel (2), Opitz (10), Stöckl (1), Rost (3), Mach (7/4), C. Sauer. mg